Prävention - Ernährung & Haltung

IM GLEICHGEWICHT ZU SEIN GILT ALS DER SCHLÜSSEL ZUR GESUNDHEIT.
«Gesundheit ist ein Zustand des vollständigen körperlichen, geistigen und sozialen Wohlergehens und nicht nur das Fehlen von Krankheit oder Gebrechen.»
Definition der WHO (Weltgesundheitsorganisation)
 
 

Gesundheit lässt sich definieren als Zustand der Harmonie zwischen dem Körper und seiner inneren und äusseren Umgebung. Faktoren, die die äussere Umgebung beeinflussen, sind Ernährung, Haltungsform, Klima, geophysikalische und elektromagnetische Kräfte. Andere traditionelle Krankheitsursachen sind: konstitutionelle Schwäche, Überanstrengung bzw. Mangel an Bewegung, Epidemien, unzulängliche medizinische Versorgung, Ansammlung pathogener Substanzen wie feuchter Schleim & stagnierendes Blut. Zu den inneren Faktoren zählen erbliche Einflüsse, das neuroendokrine System und der emotionale Zustand wie Ärger, Freude, Sorge, Grübeln, Trauer, Furcht/Angst & Schock.

Den Emotionen schreibt die Alternativmedizin allgemein eine primäre Rolle zu, so auch die klassische Homöopathie und die TCVM. Die westliche Medizin wird sich immer mehr der Verbindung zwischen Körper und Geist bewusst, gesteht ihr bisher aber leider noch immer nur eine sekundäre Rolle zu.

In einem Organismus beeinflussen sich alle Prozesse gegenseitig. Das Wissen darum erlaubt jedem aufmerksamen Menschen, seine eigene und die Gesundheit seines Tieres positiv zu beeinflussen, sie möglichst im Gleichgewicht zu halten.

Sowohl die klassische Homöopathie als auch die TCVM können unsere Tiere präventiv unterstützen. Sehr frühe chinesische Texte betrachten die Präventivmedizin sogar als den wichtigsten Teil der Patientenbetreuung (Bsp. Sun-Yang, der die militärisch eingesetzten Pferde behandelte, um sie leistungsbereit und gesund zu halten).


Ernährung

In Bezug auf die Prävention lässt mich meine Erfahrung auch immer wieder auf die Ernährung hinweisen, die leider allzu oft sogar die Ursache von Krankheit ist. Jedes Lebewesen, ob Pferd, Katze, Hund, ... benötigt eine seinen Bedürfnissen (Rasse, Alter, allg. Zustand, Befinden, Bewegung, Haltung, Verträglichkeit, Jahreszeit, Klima, ...) angepasste Ernährung.

Was hier kompliziert tönt, ist eigentlich meist ganz einfach und oft ist weniger mehr! Aber die Vielfalt und das Anpreisen des auf dem Markt erhältlichen Futters (und der Zusatzstoffe!!!) machen es eher schwierig unsere Wegbegleiter artgerecht zu ernähren. Gerne stehe ich Ihnen auch hier beratend zur Verfügung.

           
 
 

Wurmkur im Pferdestall

(Betreffend dem Einsatz von Ivermectin, siehe auch Bericht «Vom Agens zur Krankheit» von Dr. med. vet. Andreas Becker im Internet)

Jedes Lebewesen verfügt über ein Immunsystem, einen Abwehrmechanismus, der im Kindesalter aufgebaut und gefestigt wird und auch gegen körperfremde Eindringlinge (z.B. Parasiten) wirkt. Wie gut dieses «System» funktioniert, hängt von der Möglichkeit des Aufbaus eines solchen Systems in jungen Jahren sowie der aktuellen Gesundheit des Lebewesens ab. Der Zusammenhang zwischen einem funktionierenden Immunsystem und einer parasitären Belastung ist gegeben. Daraus geht hervor, dass der Aufnahme von infektiösen Eiern oder Larven ein zweiter Rang zugeordnet werden kann, der aber trotzdem unserer Aufmerksamkeit bedarf. In erster Linie hängt die parasitäre Belastung eines Tieres also von der Leistungsfähigkeit seiner Abwehrfunktion, seines Immunsystems ab.

Einem nicht (extrem) mit Parasiten belasteten Pferd vier Mal jährlich eine Wurmkur zu verabreichen, trägt gewiss nicht zum idealen Aufbau und Erhalt eines funktionierenden Immunsystems bei. Das heute standardisierte, von seriösen Unternehmen angebotene selektive Entwurmen, auch Bestandesmonitoring genannt, erlaubt hier ein Gesundheits- und Immunsystem schonendes Vorgehen.

Leider wird dieses selektive Entwurmen von vielen Pferdebesitzern noch immer als unnötig oder als zu teuer eingestuft, zum Leidtragen der Pferde! Auch Stallbesitzer neigen leider noch immer allzu oft dazu, das selektive Entwurmen im Pensionsstall nicht zu akzeptieren, oft auch aus Gründen der Unwissenheit.

Immer wieder reagieren Pferde auf die Wirkstoffe der Wurmkur mit Unverträglichkeiten. Hier kann zwar mit Homöopathie geholfen werden, sinnvoller jedoch wäre es, im Sinne des Tieres und dessen Gesundheit zu handeln und das selektive Entwurmen in die Pferdehaltung zu integrieren.

Natürlich kann es einmal nötig werden, dass ein Pferd eine Wurmkur braucht, dann ist es eben so. Zu beachten bleibt dennoch, welcher Wirkstoff zum Einsatz kommen soll. Es ist unnötig mit Kanonenkugeln auf Spatzen zu schiessen, gibt es doch nebst Wurmkuren mit dem Wirkstoff «Ivermectin» auch andere, mildere aber trotzdem durchaus wirksame Produkte.